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Zahnspangenfan

Bronce Member
So. Jetzt, wo ich Urlaub habe, habe ich ja mal etwas Zeit, euch wichtige Neuigkeiten zu berichten:
Aufgrund von Dauerschwindel war ich bei nahezu allen Ärzten, bis eine HWS-Blockade im Nacken festgestellt wurde, offensichtlich verursacht durch eine mir bis dahin nicht bekannte Kieferfehlstellung.
Also ging es nach mehrmaligem MRT und CT zur Kraniomandibuläre Dysfunktion (CMD), wo mir die Kiefer, die Kieferknochen und das zusammenspiel der HWS vermessen wurden.
Bis dahin glaubte ich noch: "Toll, dann bekomme ich sicher solche Kunststoff-Schienen."
Das Gutachten haute mich aber dann fast vom Stuhl:
Zuerst müsse der Kreutzbiss auf meiner linken Seite per GNE (Gaumennahterweiterung) behoben werden.
Dann zusätzlicher Platzgewinn durch die GNE und ggf. ziehen der oberen 4er, also die hinter den Eckzähnen.
Anschließend beseitigung eines Überbisses.
Erst dann erfolgt die eigentliche Einstellung der Kiefer zueinander per Herbstschanieren.
Die Behandlung wird wohl 3,5 Jahre dauern.

Da meine Beschwerden anhalten, blieb mir nichts anderes übrig, als der Behandlung zuzustimmen, und so werde ich jetzt ganz unfreiwillig zum realen Patient, und bin schon mächtig aufgeregt.

Aktuell genieße ich die letzten Tage, wo ich meine Zähne noch frei zeigen kann. Noch sieht mein Lächeln so aus:
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Bei ausreichem Interesse werde ich weiter berichten...
 
Ja, das Problem kenne ich auch. Auch ich werde wahrscheinlich bald eine Zahnspange bekommen und habe Angst vor den Reaktionen der Menschen aus meinem Leben.
 
R

remo78

Guest
Hey ,

Ich bin neu hier. Im Herbst bekomme ich meine Zahnspange, nachdem ich das als Jugendlicher im abgelehnt habe. Nun bin ich über 30. Ich weiss nicht wie ich das meiner Freundin beibringen soll. Wir kennen uns seit 1, 5 Jahren, den Mut habe ich irgendwie nicht. Kennt vielleicht hier jemand das Problem? Und, wie würdet ihr an ihrer Stelle reagieren?

Vielen Dank

Remo
 
Ich habe wie in den anderen Beiträgen erwähnt mich dazu entschieden eine Zahnspange zu tragen und habe deshalb Ende August einen Termin beim KFO. Dann werde ich wahrscheinlich eine feste Zahnspange tragen. Dann erhalte ich sicher retainers zur Stabilisierung der neuen Zahnstellungen. Ich freue mich vor allem auf die losen retainers.
 
Hallo an Alle,
letzte Woche war ich nun schon zum 4. Kontrolltermin in der Praxis. Die Abstände zwischen den Kontrollen werden jetzt schon etwas länger. Meine Behandlung läuft gut, erste Erfolge sind im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar. Das ständige Tragen der Klammer stört mich kaum noch, etwas unangenehm ist es eigentlich nur nach dem Aktivieren der Schrauben und morgens, wenn nach der Nacht der typische Spangen-Geschmack da ist. Aber das vergeht schnell. Inzwischen ist es schon fast ungewohnt, wenn ich das Gerät nicht trage. Neulich habe ich vor einem Vortrag im Seminar ganz vergessen, die Klammer herauszunehmen, so sehr habe ich mich schon daran gewöhnt. Und der Vortrag war auch mit Spange deutlich zu verstehen, wie mir gesagt wurde. Ich trage den Aktivator inzwischen eigentlich ganz gern.
Der KFO hatte nicht viel zu tun, nur das übliche Nachjustieren der Federn und Bögen sowie Aufnahme von aktuellen Fotos (mit und ohne Klammer) für die Dokumentation
Bei meinem Bruder gibt es dagegen Neuigkeiten: Beim nächsten Termin wird er die hässliche lose Aufbissplatte los und er bekommt ein Herbst-Scharnier eingebaut. Davor hat er ganz schön Bammel und sehnt sich nach den Zeiten mit seiner losen Klammer zurück. Das Herbst-Scharnier wäre nämlich wahrscheinlich nicht nötig, wenn er seinen Bimler-Apparat, den er vor der festen Spange hatte, regelmäßig wie verordnet getragen hätte. Da muss er jetzt durch!
 
Hallo Roland,

ist Dein Termin beim KFO Ende August erst ein Beratungstermin oder schon der richtige Behandlungsbeginn?
 
Also ich hab mich als Kind/Jugendlicher, recht rasch an den Headgear gewöhnt.
Getragen hab ich ihn immer nur daheim und beim schlafen.
ich trag jetzt meine Fakes auch am liebsten mit Headgear - Suchtgefahr!!!
 
Also ich habe unter anderem den Modifizierten Twinblock mit Pelotten und Teleskopgeschiebe.
Mit Kombinations-Headgear (Hochzug und Nackenband).
Ist zwar ordentlich viel Material im Mund, aber das Sprechen wird sicher zu wenig eingeschränkt.
Hab mir auch schon gedacht, dass da ein Zungengitter, eventuell sogar mit Spikes, gut wäre.
Ansonsten kann ich diese Apparatur nur empfehlen...
 
Hallo an Alle,

in der Abstimmung hat jemand vermerkt, dass demnächst eine Federaktivatorbehandlung ansteht. Ich bin gern zum Erfahrungsaustausch bereit!
 
Ingo said:
Grundsätzlich stimme ich mit silver-moon-2000 schon überein.
Aber ein Wort ist mir aufgefallen:
Hehe, irgendwie geraten wir immer aneinander...

Ingo said:
Notwendig? Ich gehe davon aus, dass die allermeisten Behandlungen, die heutzutage bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden, nicht notwendig sind.
Mea Culpa. Ich hatte zwar "Behandlung notwendig" geschrieben, das aber auf die (kieferchirurgische) Operation bezogen. Ich wollte sagen: Wenn man selbst oder der KFO der Meinung ist, dass eine Operation nötig sein könnte, dann muss man das wirklich klären. Eine unnötige (weil konventionell lösbare) Operation durchführen zu lassen birgt viel zu hohe Risiken. Eine komplexe Behandlung (evtl. mit Ziehen mehrerer Zähne) macht keinen Sinn, wenn eine Operation das Ganz besser lösen kann. Das muss man abwägen. Eben auch, ob man sich überhaupt dem Risiko einer (chirurgischen) Behandlung aussetzen will. So war das gemeint, auch wenn ich es anders geschrieben habe  ;D

Ingo said:
Was heißt schon notwendig? Wenn es der Gesundheit dient, ist die Behandlung ja durchaus sinnvoll, auch wenn sie nicht "notwendig" ist (das hört sich ein bisschen so an wie "lebenswichtig").

Nun gut, das ist eine Definitionssache. Ich hatte "notwendig" definiert als "der Gesundheit dienlich". Beispielsweise wenn eine Behandlung einen offenen Biss beseitigen kann und so mehr Lebensqualität schafft. Oder auch, wenn der Betroffene unter seine Fehlstellung leidet. Denn die psychische Komponente darf meines Erachtens nicht außen vor gelassen werden.

Ich hatte "notwendig" nicht als "lebensnotwendig" definiert. Aber wenn man das tut, fallen viele Behandlungen aus dem Spektrum heraus: Ein Knochenbruch verheilt (in den meisten Fällen) auch ohne Operation, die Behandlung dessen wäre also nach diesem Kriterium ebenso nicht notwendig. Auch ohne Brille oder ohne Hörgeräte kann man leben, die wären also auch nicht notwendig...

Soll heißen: Nur eine Behandlung, die "lebenswichtig" ist, als notwendig zu qualifizieren, ist meiner Meinung nach etwas zu kurz gegriffen.

Allerdings muss ich auch zugeben, dass wirklich ein sehr großer Teil der KFO-Berhandlungen wohl hauptsächlich optische Gründe hat. Die Zahl der Behandlungen, bei denen die Beseitigung schwerer Fehlstände im Mittelpunkt steht, dürfte nur einen geringen Teil an der Gesamt-Anzahl einnehmen.

Durch das heutige Schönheitsbild wird eben den Menschen schon von Kindesbeinen auf eingeimpft, dass nur der "schön" ist, der gertenschlank und hochgewachsen ist, makellose Haut und perfekt stehende Zähne hat. "Ich bzw. mein Kind will / muss schön sein", dieser Gedanke führt dazu, dass viele Behandlungen von Kindern und Eltern als "notwendig" erachtet werden, die keinen medizinischen Hintergrund haben.

Aber nun vollkommen unabhängig davon:

Ingo said:
Aber damit wir uns nicht missverstehen: Roland, Du solltest eine Behandlung auf jeden Fall machen!

Absolut! Lass' Dich nicht davon abhalten. Schon gar nicht von mir, und nicht von irgendwelchen eventuellen Zweiflern aus Deinem Umfeld.
DU hast Dich mit der Materie beschäftigt und für DICH festgestellt, dass Du gerne eine Behandlung machen würdest. Also tu das.
Du machst die Behandlung doch schließlich für Dich, nicht für die anderen.
Du bist derjenige, der die Nachteile (empfindliche Zähne nach dem Bogenwechsel, aufwendigere Zahnpflege) hat, aber auch die Vorteile (schöne Zähne am Ende).
Dein Umfeld hat keine Nachteile von Deiner Behandlung, also hat es auch kein Mitspracherecht ;-) Lass Dir die Behandlung nicht madig machen!

Und um einen Kommentar zu Deinem anderen Post zu machen: Ich war (wie Ingo sicherlich bestätigen kann) anfangs ebenfalls extrem skeptisch, wie die Leute auf meine Spangen reagieren und hatte Angst vor den negativen Kommentaren und davor, unattraktiv zu wirken.
Jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Behandlung von flüchtigen Bekannten gar nicht wahrgenommen wird (Menschen sind erstaunlich unaufmerksam!) und dass Kollegen und nähere Bekannte ausschließlich positiv reagiert haben.
Allerdings auch nur kurz. "Ach, Du hast Spangen? Warum das denn?" Ein Fünf-Minuten Gespräch, danach war das Thema für alle abgehakt und niemand nimmt mehr Notiz davon.
Mach' Dich nicht verrückt. Es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Ich zumindest bin inzwischen tiefenentspannt, was das Thema Zahnspangen anbelangt, auch wenn ich wenige Wochen vor Behandlungsstart ein nervöses Wrack war... Du wirst mit Spangen nicht anders behandelt als ohne!
 
Grundsätzlich stimme ich mit silver-moon-2000 schon überein.

Aber ein Wort ist mir aufgefallen:
silver-moon-2000 said:
diese Behandlung tatsächlich notwendig

Notwendig? Ich gehe davon aus, dass die allermeisten Behandlungen, die heutzutage bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden, nicht notwendig sind. Wie ist sonst zu erklären, dass so viele Behandlungen stattfinden, wo, jedenfalls für meine Begriffe, keine erheblichen Zahnbewegungen stattfinden?

Das ganze ist eine Luxussache und wird auch nur gemacht, weil es die Krankenkassen ja bezahlen. Wenn es keine Krankenkassen gäbe und es jeder selber zahlen müsste, sähe das vollkommen anders aus (obwohl wir dann mehr Geld hätten, da wir ja die Krankenversicherungen nicht finanzieren müssten!). Dann zeigt sich nämlich ganz plötzlich, was wirklich notwendig ist.


Aber damit wir uns nicht missverstehen: Roland, Du solltest eine Behandlung auf jeden Fall machen! Was heißt schon notwendig? Wenn es der Gesundheit dient, ist die Behandlung ja durchaus sinnvoll, auch wenn sie nicht "notwendig" ist (das hört sich ein bisschen so an wie "lebenswichtig").
 
Roland said:
Deshalb habe ich nun beim KFO einen Termin vereinbart.

Erst einmal "Glückwunsch" zu der Entscheidung. Das klingt nicht schlecht.

Aber auch gleichzeitig ein Ratschlag von meiner Seite: Wenn Du Dir nicht hundertprozentig sicher bist, dass der KFO, bei dem Du Dich hast beraten lassen, der richtige ist, hole Dir eine Zweit- und zur Not auch noch eine Dritt-Meinung!
Nichts wäre ärgerlicher als während der Behandlung (oder noch schlimmer: erst Jahre später) festzustellen, dass die Behandlung nicht so sonderlich sinnvoll war oder sogar geschadet hat.

Gut, das, was Du gesagt hast:
Roland said:
Ich denke, dass die Behandlung mit einer festen Zahnspange erfolgt und dannach mit Retainers stabilisiert wird.
klingt das für mich so, dass Du keine so gravierenden Fehlstellungen hast, dass evtl. eine Operation notwendig werden würde.
Denn dann heißt es, besonders vorsichtig zu sein und erst einmal abzuklären, ob diese Behandlung tatsächlich notwendig ist bzw. ob sie für einen überhaupt in Frage kommt. An genau dieser Stelle habe ich selbst lange mit mir gerungen...

Soll heißen: Hör Dir mit offenem und kritischem Ohr an, was der KFO zu sagen hat. Hast Du danach Fragen oder Zweifel, frag nach! Ist danach nicht alles wunderbarst in Ordnung, geh zu einem zweiten KFO. Wenn der dasselbe sagt, kannst Du Dir halbwegs (!) sicher sein, wie Deine Behandlung etwa aussehen könnte.
 

Roland

Platinum Member
Hallo,
ich habe mich nun beschlossen, die Zahnfehlstellungen in meinem Gebiss kieferorthopädisch behandeln zu lassen. Deshalb habe ich nun beim KFO einen Termin vereinbart. Dieser Termin liegt aufgrund Urlaubes der Praxis erst Ende August 2015. Ich denke, dass die Behandlung mit einer festen Zahnspange erfolgt und dannach mit Retainers stabilisiert wird. Ich freue mich schon auf meine zukünftige Zahnspange!
LG
Roland
 
Nur um das noch mal kurz zu erwidern, dann genug OT: Von den wirkenden Kräften werden sich Bionator und Aufbissplatte natürlich kaum unterscheiden, da sie ja beide rein passiv mit körpereigenen Kräften wirken (bzw. mit dem fehlenden Widerstand der "Gegenzähne"). Der Unterschied ist, dass man die Aufbissplatte mehr tragen soll, nämlich gerade in einer Situation großer körpereigener Kräfte beim Essen, wo man den Bionator nicht mal tragen kann. Außerdem stelle ich mir vor(!), dass man sie vielleicht mehr tragen kann/will, weil sie optisch nicht so auffällig ist. Sie ist also quasi mit Ausnahme des Putzens für alle Situationen geeignet (inkl. Essen, Knutschen, Zunge rausstrecken...), so dass man sich das Rausnehmen quasi abgewöhnen kann. Vielleicht unterschätze ich da (in meiner Erinnerung) aber auch die Schwierigkeiten der Lautbildung mit der Aufbissplatte... So, sorry, jetzt genug OT! ;)
 
Das Thema Aufbissplatte zusätzlich zur festen Spange hatte ich anfangs auch. Ich hatte die gleichen Probleme, konnte das Essen damit kaum so klein kauen, dass ich es hätte schlucken können. Habe mit meinen damals 16 den Aufbiss dann recht bald nur noch nachts und maximal noch nachmittags zuhause getragen, was die Behandlungszeit wahrscheinlich ein wenig, aber doch eher unwesentlich verlängert hat.

Allerdings war der Aufbiss hauptsächlich für die anfängliche Bisshebung gedacht, die nötig war, damit die unteren Brackets geklebt warden können, ohne dass ich im Schneidezahnbereich mit den OK-Zähnen auf die UK-Brackets treffe. Diesen Effekt dürfte Dein Bionator locker schaffen, so das eine Aufbissplatte in Deinem Fall vermutlich deutlich an Bedeutung verlieren dürfte. Ab der Bebänderung im UK hatte ich dann dauerhaft Elastics im Molarenbereich, die da offensichtlich wesentlich mehr Wirkung hatten.

Grüße

Dominik
 
Zu einer Gewöhnung ist es bei mir damals eigentlich gar nicht gekommen, ich habe die Aufbissplatte als Teenie ziemlich konsequent verweigert. Meinen heutigen Bionator trage ich mit wechselnder Konsequenz zwischen nur nachts bis hin zu sagen wir mal den größten Teil des Tages (20/24h). Zum Teil trage ich das Ding sogar bei der Arbeit, wo ich bei einer Job-Art durchaus permanent in einer direkten Face-2-Face-Kommunikationssituation mit "Laufkundschaft" bin. Die Sprache ist durch den Bionator, sagen wir mal, wenig beeinträchtigt. Es ist zwar quasi immer hörbar, dass da etwas im Mund ist, aber wenn ich gut drauf bin, kriege ich fast alle Laute ziemlich gut hin, meist auch das scharfe "S", interessanterweise hört sich bloß das "Sch" immer etwas komisch an. Neben den akustischen Hinweisen entgeht der Bionator einem aufmerksamen Gegenüber natürlich auch optisch nicht. Dabei wurde ich von Kollegen genau 1x super kurz und knapp drauf angesprochen und von unseren (ich nenne sie hier jetzt einfach mal) "Kunden" noch nie, obwohl ich arbeitstäglich direkten Kontakt mit ca. 5-15 (fast immer neuen) Personen habe.

Nach der Aufbissplatte habe ich übrigens gefragt, weil ich meinem Bionator nach wie vor nicht zutraue, die Bisshebung wirklich komplett zu schaffen und daher mit einem halben Gedanken schon über eine Anschlussbehandlung konventioneller(er) Art nachdenke...
 
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