Ende 20 nochmal Bionator

Kleiner Nachtrag zum Thema Reaktionen: Wie ja schon angedeutet, trage ich den Bionator mittlerweile echt viel auch draußen und versuche ihn auch nicht mehr verschwinden zu lassen, wenn ich Bekannte entdecke (zumindest bei den meisten). In der Zwischenzeit habe ich mehrmals andere Eltern aus dem Kinderladen getroffen. Zweimal wurde die Sache vollkommen ignoriert, eine Mutter brach aber sofort heraus mit "Du hast ja eine Zahnspange, wusste ich gar nicht. Das ist ja süß!"...  :D Sie hatte auch ihre Kinder dabei, die dann natürlich auch gleich ganz interessiert waren... War ein ganz lustiges Erlebnis... Es zeigt mir zudem, was ja eigentlich auch offensichtlich ist, nämlich dass jeder, der sich einem beim Sprechen richtig zuwendet, den Bionator 100pro sofort bemerkt. Trotzdem ignorieren es die meisten, selbst private Bekannte aus dem erweiterten Freundeskreis... Nur mal so als Info für alle anderen, die Spangen, aus welchen Gründen auch immer, tragen und Angst haben ertappt zu werden...
 
Mal wieder ein kleines Lebenszeichen von mir. Im letzten halben Jahr hat sich doch sichtbar was getan.  Der Behandler verfolgt zur Zeit die Strategie zunächst die Molaren herauswachsen zu lassen, was diese auch tun, so dass ich mittlerweile nur noch mit ihnen zusammen beiße. Prämolaren, Eck- und Schneidezähne haben (richtig zusammen gebissen) keinen Kontakt mehr. Bei genauerem hinsehen sieht man auch deutlich, dass eben v.a. im Bereich Prämolaren/Eckzähne tatsächlich ca. 1-2mm für den Zusammenbiss fehlen. Die Prämolaren sind dann später dran herauszuwachsen. Dieser (vorübergehend) reduzierte Zusammenbiss macht sich natürlich auch etwas bei der Kauleistung bemerkbar, aber das ist nicht weiter tragisch... Der Bionator selbst ist zwischen den Molaren mittlerweile fast komplett eingeschliffen, so dass kaum noch Plastik dazwischen stehen geblieben ist. Wenn es komplett weggeschliffen ist, wird wohl wieder neues Material aufgetragen, um dieses dann wieder nach und nach wegzuschleifen und die Zähne weiter step by step herauszukitzeln.

Was das Tragen betrifft fühle ich mich mittlerweile ziemlich verschmolzen mit dem Teil und vermisse es echt, wenn ich es nicht tragen kann. Es ist echt blöd, dass man es ständig herausnehmen muss für's essen, trinken (außer Wasser) und rauchen. Außerhalb des Jobs und wenn ich nicht gerade mit Freunden zusammen bin, trage ich das Ding aber ziemlich konsequent und vergesse z.T. sogar, dass ich es drin habe, wenn ich mich (z.B. mit meiner Freundin) unterhalte. Mal sehen, ob ich irgendwann noch über meinen Schatten springe und den Bionator auch mal bei der Arbeit trage, wobei die schon sehr kommunikationsbetont ist. Nur in Situationen mit Freunden wird's wohl dabei bleiben, dass ich ihn eher raus lasse, weil ich da doch in aller Regel irgendwas konsumiere (Tee, Kaffee, Zigaretten, Essen...), was etwas schade ist, da ich bei vielen Leuten sonst überhaupt kein Problem mehr hätte, mich mit Spange zu zeigen (nur das rein und v.a. rausnehmen ist noch etwas schambehaftet).

Soweit erst mal...
 
Wie lange wird sich denn die Behandlung noch hinziehen? Ist nach dem Bionator noch ein anderes Gerät geplant? Ich frage deshalb etwas interessiert, weil ich selbst als Erwachsener in Behandlung mit loser Spange bin (nach einer Erstbehandlung in der Schulzeit)...
 
Hallo Klammerfan,

meine Bionator-Behandlung ist auf 4 Jahre geplant (jetzt sind gute 2 Jahre um), wobei ich nicht sagen kann, inwieweit das wirklich eingehalten wird. Bei mir tut sich zwar was, ich könnte mir aber vorstellen, dass die 4 Jahre nicht ganz reichen werden. Im Rahmen dieser Behandlung sind keine weiteren Geräte geplant, wobei ich nicht sicher bin, ob der Bionator die Bisshebung vollständig schafft und zudem nicht davon ausgehe, dass Lückenschluss oben und Engstand unten vollständig geschafft werden. Insofern kann es durchaus sein, dass ich dann noch eine weitere Behandlung (vermutlich eher mit einer festen Spange) anschließe.

Die Behandlungszeit kannst du aber nicht auf deine Behandlung übertragen. Zum einen ist sowieso jeder Fall anders, es kommt ja auf die individuelle Fehlstellung an, zum anderen ist der Bionator grundsätzlich nicht mit aktiven Spangen (also z.B. solchen aktiven Plattenapparaturen) vergleichbar, da er ja rein passiv ist und keine eigenen Kräfte an den Zähnen anbringt. Insofern geht die Behandlung mit solchen passiven Geräten (ich denke auch beim Aktivator oder diesem Fränkel-Teil) wesentlich langsamer, v.a. bei Erwachsenen... 

Die Behandlungszeit hängt also vollkommen von den spezifischen Spangen und der individuellen Fehlstellung ab. Wie ist denn das beides bei dir?

(Edit: Habe gerade entdeckt, dass du zum Federaktivator-Thread gehörst)
 
Hallo Raoul Duke,

richtig, ich schlage mich z.Zt. mit dem Federaktivator herum. Dort kannst Du auch lesen, was ich vorher so für Geräte hatte. Aber wie ich sehe, hast Du ja auch schon einiges durch. Da zählen wir wohl beide mehr zu den erfahrenen Klammer-Trägern.
Ich wünsche Dir, dass der Bionator weiter seinen Zweck erfüllt und den gewünschten Erfolg bringt!
 
Ich möchte diese Thread an dieser Stelle abschließen:
Ich habe die Bionator-Behandlung mittlerweile aus verschiedenen Gründen abgebrochen. Zum einen ist der der Arzt in eine andere Praxis umgezogen, die noch weiter von mir weg ist als bislang. Zum anderen musste ich leider in den letzten Monaten der Behandlung feststellen, dass es kaum noch bzw. gar keine Fortschritte mehr gab. Insofern mögen die sprichwörtlichen Unken (keine Angst, ich meine niemanden konkretes ;)) Recht behalten haben, dass ein Bionator bei abgeschlossenem Wachstum kaum noch Wirkung erzielt.
Im Anschluss habe ich mich bei 3 KFO's nach (konventionellen) Behandlungsmöglichkeiten erkundigt. Eine KFO'in sah keinen Sinn in einer Behandlung, weil sie nicht sagen könne, dass es der Kiefergelenksproblematik Abhilfe schaffen würde. Die anderen beiden KFO's sahen sehr wohl deutlichen Behandlungsbedarf, den sie mir auch gut und schlüssig erläutert haben. Allerdings sprengten beide den für mich tragbaren Kostenrahmen erheblich (einmal mind. 9-10.000€, einmal 5.500€ Fixpreis), weshalb das Projekt nun vorerst auf Eis liegt.
 
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