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Hallo, wollte mal über den neusten Stand berichten.

Haben uns gestern bein einem Italiener getroffen. Dort saß sie dann und hatte Zahnweh, weil sie morgens kurzfristig neue Drähte bekommen hat. Diese zu meiner Verwunderung mit einer ROSA Gummikette. Naja weiß nicht was sie dabei geritten hat, sieht aber ganz süß aus. Natürlich trug sie die Platte nicht. Die zeigte mir sie dann, nachdem sie eine Portion nudel gelutscht hatte. Das Teil ist relativ groß, rot und hat ein kleines dezentes FC Bayern-Wappen. Hoffe es bringt Glück :)

Nachdem wir gegangen sind hat sie das Ding angezogen und ich musste feststellen, dass sie damit nur sehr schlecht reden kann. weiß gar nicht wie das bei ihrer Arbeit am Telefon und in der Uni klappen soll. Sie meint sie könnte, wegen der Größe nicht damit essen, aber da muss sie jetzt durch. Immerhin sitzt es gut und wackelt nicht umher, wie ich das früher von meiner lockeren Spange kenne.

Problematisch ist aber das rausmachen. Dazu muss sie sich ganz in den Mund langen, denn die Ösen zum runterziehen sind erst kurz vor dem Band am vorderen großen Backenzahn. Zudem muss sie vor dem rausnehmen immer alle Gummies entfernen, von denen sie nun zwei an jeder Seite hat. Sind mwir mal gespannt was noch kommt! Würde mich über Kommentare und Tipps freuen!
 
Vielen Dank für eure Antworten. Sie hat sich also für die herausnehmbare Variante entschieden. Gestern hat sie beim KFO angerufen und sogar noch für Mittwoch früh einen Termin bekommen. Am Abend gegen 17:30 Uhr, kann sie diese Platte dann abholen. Bin ja mal gespannt wie das so wird. Naja sind ja nur drei Monate.
 
Ja den losen müsste meine Freundin immer tragen, aber es wäre beim Zähneputzen herausnehmbar. Das wäre etwas hygienischer. Aus dem Grund zweifeln wir ein wenig  :-[
 
Ich denke, in diesem Fall würde ich tatsächlich den festen Aufbiss nehmen, denn auch den losen müsstest du quasi immer tragen...
 
Hallo Tiger,

da gibt es natürlich verschiedene Aspekte zu berücksichtigen...

Ich hatte selbst einen Aufbiss, meiner war herausnehmbar. Er war allerdings nicht dafür da, das Abbeißen der unteren Brackets durch die oberen Schneidezähne zu verhindern, sondern sollte nur die Bisshebung beschleunigen. Ich fand es super unangenehm, damit zu essen. Zum einen, weil sich unter der Platte Essen gesammelt hat, zum anderen, weil ich durch den erzwungenen Abstand der Kiefer im hinteren Bereich das Essen gar nicht richtig kleinkauen konnte. Also habe ich den Aufbiss nach dem zweiten Bissen ausgezogen und nie wieder beim Essen getragen. Die Alternative hieß aber halt auch nicht, Brackets abzubeißen, sondern nur etwas länger Brackets tragen.

Wenn tatsächlich die Gefahr besteht, Brackets abzubeißen, ist es gerade beim Essen wichtig, den Aufbiss zu tragen. Das mit einem herausnehmbaren auch zu tun, erfordert eine großen Disziplin, denn es macht wirklich keinen Spaß. Bringt Deine Freundin diese Disziplin nicht auf und beißt sich ein Bracket ab, hat sie die Rennerei zum KFO, Zahn neu polieren, ätzen, Bracket kleben, und mein KFO meinte mal, Brackets würden nur etwa fünfmal halten, danach müsste der Zahn bebändert werden. Das wird sie noch weniger wollen... Ein weiterer Vorteil, nach dem Ihr mal fragen solltet, ist der, dass ich mir vorstellen könnte, dass ein fester Aufbiss deutlich kleiner ist - eine lose Platte braucht nun mal einige Klammern, mit denen sie sich im Kiefer festhalten kann, während etwas fest verdrahtetes anderweitig befestigt werden kann. Das würde zumindest das Problem verringern, dass das Essen ständig unter der Platte hängt.

Zum Zähne putzen ist ein fester Aufbiss natürlich deutlich unpraktischer. Und klar, dem KFO ist fest immer lieber, dann weiß er, dass es immer drin ist und wirkt und von der Patientenmitarbeit unabhängig ist.

Grüße

Dominik
 

Tiger

Bronce Member
Hallo,

heute war die OP-Vorbesprechung in der Klinik und anschließend ein KFO-Besuch. Die OP meiner Freundin soll Ende Juli stattfinden.

Vorher soll sie nun einen Aufbissbehlef bekommen, damit sie nicht auf ihre unteren Brackets beißt. Wir haben die Wahl diesen in fest oder herausnehmbar zu nehmen. Was meint ihr ist besser? Der KFO meint ein fester ist besser. Sein Argument ist aber nur, dass er fest ist und nicht herausnehmbar ist. Das ist mir als Vorteil aber etwas wenig. ???

Vor der OP soll dann ein Splint hergestellt werden. Den muss sie nach der OP tragen. Hat da jemand Erfahrung?

Natürlich kam dann auch das Thema Verdrahtung auf. Dachte das wird heute nicht mehr gemacht. Aber tatsächlich besteht die Klinik auf einer Woche Verdrahtung, bevor auf Gummies gewechselt werden darf. Habt ihr da Erfahrungen? Im Internet findet man nur komische Sachen.

Nach der OP ist übrigens Schluss mit Headgear, wenigstens eine positive Meldung :)
 
Laut den Amerikanern soll das "Gummy smile" heissen, die medizinische Fachtermini ist mir nicht bekannt.
Aber imho doch eher OP-würdig während der KFO-Behandlung
 
D

Dict

Guest
Hallo Leute,

Ich habe ein Problem mit meinem Lächeln und bin total unzufrieden. Immer wenn ich lächle rutscht meine oberlippe nach oben, so das man mein ganzes zahnfleisch sieht und das sieht wirklich furchtbar aus.
Seit einiger zeit überlege ich mir wie ich das problem ohne eine chirurgische behandlung beheben kann. Das geht aber nich :( ..
Deshalb habe ich ein bißchen im internet recherchiert und bin auf diesem forum gelandet.
Da deutsch nicht meine muttersprache ist, weiß ich nicht wie man das "problem" nennt.
Könnt ihr mir bitte helfen wie man diese Fehlstellung nennt und was man da machen kann.
Ich würde mich über jede eurer Hilfe freuen.

 
Tiger said:
Es ist wirklich seltsam, dass man so selten Headgearträger sieht. Wegen meiner Freundin kommt es häufig auf dieses Thema und wirklich oft erzählen dann andere, dass sie auch so einen Bogen hatten.

So kenne ich das auch. Wenn man einmal mit dem Thema Headgear anfängt, findet sich unter den Spangenträgern immer jemand, der einen hatte! Wenn sie ihn nicht mehr tragen müssen, dann reden die Leute auch wirklich offen darüber, ohne das ihnen dann peinlich ist. Wie geht es deiner Freundin denn mittlerweile mit ihrem Headgear?
 
Ingo said:
Also sind Lingualretainer allein wohl doch nicht das non plus ultra.
Aber nahe dran ;)
Es soll ja auch schon Lingualretainer geben, die den kompletten Zahnbogen abdecken (also 6-6er). Also ich sag mal, für den Otto-Normal-Bürger (und nicht für uns!) sind die Dinger schon ziemlich geschickt: Nicht sichtbar, beeinträchtigt das Sprechen nicht, nur ein klein bisschen mehr Aufwand beim Putzen...

Ingo said:
Wie wird es den Patienten gegenüber begründet, dass sie zusätzlich zu den Lingualretainern noch Tiefziehschienen tragen sollen?
Wie du schon geschrieben hast: Als Absicherung der Backenzähne.

Ingo said:
Haben Hawley-Retainer denselben Effekt?
Wie an anderer Stelle bereits geschrieben, haben die Hawley-Retainer den großen Nachteil, dass sie a) nicht alle Bewegungen der Zähne "abfangen" können (z.B. Kippbewegungen) und b) nicht - wie die Tiefziehschienen - eben genau jene Kippbewegungen noch im Nachhinein korrigieren können.
 
Aktueller Trend scheint zu sein: Oben und unten Lingualretainer und für die ersten 3-4 Monate zusätzlich dazu Tiefziehschienen.
 
Ich werde beim nächsten Termin (leider erst am 18.) einfach mal nachfragen, ob man das Plastik nicht abbekommt und vielleicht sogar eine U-Form verwenden kann. Grund dazu hab ich, weil das Plastik pink ist :D Eigentlich sollte die Gaumenplatte rot werden, was in Kunstlicht eher wie ein Pink aussieht und aus irgendeinem Grund haben sie das Plastik um den Labialbogen auch eingefärbt :\
Diese W-Biegungen haben jetzt auch schon 2 Mal Entzündungen an der Wangeninnenseite ausgelöst.. Vielleicht kann ich das geschickt zusammenformulieren ohne dabei merkwürdig rüberzukommen :D
 
Also ich hab ziemlich oft eine Headgear-Trägerin gesehen: Meine Schwester ;) Und daher weiß ich auch aus der Praxis, wie es kommt, dass man das auf der Straße nie sieht: Diese Teile werden meistens nur zum Schlafen rangemacht und vielleicht nochmal mit eng vertrauten Freunden zu Hause.
Auch meinen Hawley-Retainer hab ich nur auf speziellen Wunsch bekommen, ansonsten hätte ich so eine komische Plastikschiene bekommen (die ich auch davor hatte und tatsächlich unbequemer und unhygienischer finde). Zudem finde ich sie irritierend. Letztens auf der Straße hat mich jemand mit so einem Schienenteil (evtl auch Invisalign) angesprochen und ich hab nur gemerkt, dass "irgendetwas" mit den zähnen nicht stimmt, erst nach einiger Zeit hab ich es erkannt. Mit einem einfachen Draht währ die Sache sofort erledigt gewesen und man ist nicht so irritiert...
 
klammer said:
Ich halte es für äusserst unwahrscheinlich, dass jemand, der den Spangenfaible nicht teilt, diese Tragediziplin über einen so langen Zeitraum durchhalten wird. In der Mehrzahl der Behandlungsfälle dürfte daher wohl der Kleberetainer die erste Wahl sein, zumal er eine permanente Wirkung entfalten kann.

Da stimme ich Dir völlig zu. Allerdings würde es inzwischen sicherlich reichen, die Retainer eine Nacht pro Woche zu tragen, das würde ich auch einem Patienten ohne Faible zutrauen, dem der Kleberetainer nur lästig genug und seine Zahnstellung wichtig genug ist.

klammer said:
Auf der anderen Seite erfordern Eingliederung und Entfernung eine etwas längere Sitzung, [...]

Das kann ich so nicht ganz bestätigen, der Kleberetainer wurde bei mit auch nach Abdruck vorgefertigt und war innerhalb von Minuten eingeklebt. Die Anpassung des Plattenretainers mit hier mal einen Draht nachbiegen und dort noch eine leinigkeit wegschleifen hat in meiner Erinnerung deutlich länger gedauert.

klammer said:
Mein Fazit: Es gibt in diesem Punkt wohl nicht nur eine "Wahrheit".

Auch dazu völlige Zustimung. Mich hat z.B. - trotz Faible - der Kleberetainer extrem gestört. Hauptproblem für mein Empfinden war, dass die Enden sehr scharfkantig waren und ich es nicht lassen konnte, daran rumzuspielen. Mit dem Ergebnis, dass meine Zunge vom Kleberetainer schlimmer zerkratzt und zerschnitten war als vorher in zweieinhalb jahren Bänder und Brackets. Aus Sicht der Zahngesundheit problematisch war die starke Zahnsteinbildung an dem Draht. Meine KFO musste ihn schon nach einigen Wochen wieder rausholen, um den Zahnstein zu entfernen. Für einen anderen kommt es wiederum überhaupt nicht in Frage, noch jahrelang eine lose Spange zu tragen, wenn man froh ist, die feste endlich los zu sein, da kommt so ein unauffälliger Draht gerade recht.

Grüße

Dominik
 
domreuter said:
Gemessen an meiner heutigen Zahnstellung - nach 15 Jahren mit losem Retainer, den ich jede Nacht trage - würde ich den losen Retainer als zur umfassenden Retention völlig ausreichend betrachten, wenn er denn regelmäßig getragen wird. Wobei auch eine mehrwöchige Pause inzwischen kein Problem mehr ist - während meiner 4wöchige Australienreise sind die Retainer daheim geblieben, damit sie kaputt oder verloren gehen. In der ersten Nacht danach haben sie minimal gedrückt, in der zweiter schon nicht mehr.

Grüße

Dominik


Ich halte es für äusserst unwahrscheinlich, dass jemand, der den Spangenfaible nicht teilt, diese Tragediziplin über einen so langen Zeitraum durchhalten wird. In der Mehrzahl der Behandlungsfälle dürfte daher wohl der Kleberetainer die erste Wahl sein, zumal er eine permanente Wirkung entfalten kann. Auf der anderen Seite erfordern Eingliederung und Entfernung eine etwas längere Sitzung, wogegen der lose Retainer nur eines Auftags an das Labor, eine kurze Sitzung für die Eingliederung und der Mitarbeit/Eigenverantwortung  des Patienen bedarf, der die Retentionsphase mit dem losen Retainer allmählich ausklingen lassen kann.

Mein Fazit: Es gibt in diesem Punkt wohl nicht nur eine "Wahrheit".

 
Hllo Ingo,

in der Tat ist es wohl so, dass herausnehmbare Retainer in Deutschland unüblich geworden sind. Als ich mit meiner festen Spange fertig war, war gerade oben Plattenretainer und unten geklebter Lingualretainer stand der Technik. Auch ich hatte diese Kombination einige Wochen, bis die KFO auf meinen ausdrücklichen Wunsch den Kleberetainer entfernt und mir einen Plattenretainer auch für unter angefertigt hat. Das ist jetzt bald 15 Jahre her. Inzwischen höre und sehe ich auch immer öfter von Fällen, wo auch im OK Kleberetainer verwendet werden. Einen Grund dafür sehe ich gelegentlich in meinem Freundeskreis. Da sind einige dabei, die etwas vor mir ihre feste Spange hatten und noch für beide Kiefer Plattenretainer bekommen haben. Fast alle haben dann offensichtlich irgendwann aufgehört, den zu tragen - an deren heutiger Zahnstellung kannst Du ablesen, wie lange nach der Entbänderung sie ihre Retainer noch getragen haben. Allerdings muss ich dazu sagen, dass die häufigste Verschiebung ist, dass einer der beiden unteren 1er etwas nach innen wandert. Verschiebungen im Backenzahnbereich habe ich bei keinem beobachtet, von dem ich nicht wüsste, dass der Retainer schon nach wenigen Wochen in die Ecke geflogen ist. Auch unter den Trägern von Kleberetainern habe ich da noch nicht gesehen. Möglicherweise genügt für eine Retention im Backenzahnbereich ein korrekt aufeinander abgestimmter Biss, bei dem sich OK- und UK-Zähne gegenseitig an ihrer Position halten.

Aus USA sieht man ja recht häufig noch Bilder, auf denen Platten getragen werden von Leuten, die von der Zahnstellung und vom Alter her aussehen, als sollte sie ihre Behandlung schon hinter sich haben. Das deutet schon darauf hin, dass lose Retainer dort recht verbreitet sind. Eigentlich merkwürdig - bei der Korrektur selbst sind lose Geräte dort ja dem Vernehmen nach nicht sonderlich verbreitet, man greif wohl fast nur zu Brackets.

Gemessen an meiner heutigen Zahnstellung - nach 15 Jahren mit losem Retainer, den ich jede Nacht trage - würde ich den losen Retainer als zur umfassenden Retention völlig ausreichend betrachten, wenn er denn regelmäßig getragen wird. Wobei auch eine mehrwöchige Pause inzwischen kein Problem mehr ist - während meiner 4wöchige Australienreise sind die Retainer daheim geblieben, damit sie kaputt oder verloren gehen. In der ersten Nacht danach haben sie minimal gedrückt, in der zweiter schon nicht mehr.

Grüße

Dominik
 

Ingo

Platinum Member
Special Member
Mir fällt auf, dass im englischsprachigen Bereich die herausnehmbaren Retainer, insbesondere Hawley-Retainer, verbreitet zu sein scheinen, während man von Lingualretainern nicht viel liest. Dass man seinen Retainer tragen soll und wie wichtig er ist, liest man auffallend häufig. Das ist soweit auch sicherlich richtig und vernünftig.

Im deutschsprachigen Bereich habe ich dagegen den Eindruck, dass zumindest Hawley-Retainer unüblich sind. Man sieht ja praktisch nie einen. Höchstens mal ein Kind mit einem herausnehmbaren, aktiven Gerät. Aber als Retainer? Vor mehreren Jahren habe ich das zum letzten Mal gesehen. Außer bei Besuchern aus dem Ausland, da sieht man das gelegentlich.

Ist es in Deutschland üblich geworden, Lingualretainer zu verwenden und herausnehmbare Retainer demzufolge als überflüssig zu betrachten? Ich frage mich aber: Wie werden die seitlichen Zähne gesichert, wenn der Lingualretainer nur die Schneidezähne sichert?

Und in Amerika? Glauben die dort nicht an Lingualretainer, so dass es dementsprechend selbstverständlich ist, nach der Behandlung zumindest oben einen herausnehmbaren Retainer zu bekommen? Und natürlich wichtig, ihn ausreichend häufig zu tragen, weil man ja keine Lingualretainer hat?

Ich denke, dass beide Arten ihre Berechtigung haben und am besten sogar in Kombination verwendet werden sollten. Anonsten würde man auf die Möglichkeiten einer umfassenden Retention verzichten.


Was denkt ihr? Was sind eure Erfahrungen?
 
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