erst Engstand, jetzt Lücken?

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RubySoho

Guest
Hallo,
ich bin fast 18 Jahre alt und bin seit etwa 4 Jahren bei einem Kfo in Behandlung. Von Anfang an musste ich eine feste Spange tragen. Nach 2 Jahren meinte der Kfo dass man 4 Backenzähne ziehen müsste um den leichten Engstand und den Überbiss zu beheben. Nachdem die Zähne gezogen wurden besserte sich der Engstand, die Zähne wurden gerade, dennoch schlossen sich die Lücken der gezogenen Zähne nicht vollständig. Zudem habe ich zwischen allen meinen Zähnen Lücken die durch die Metallbänder, die mein Kfo an jedem Zahn statt der üblichen Brackets verwendet, verursacht werden. Ich habe meinen Kfo schon auf die Lücken angesprochen und er meinte dass die durch eine lockere Spange irgendwann behebbar wären. Langsam aber sicher bin ich die Behandlung satt, da seit über einem Jahr kein einziger Zahn mehr bewegt. Ich habe mich darüber in den letzten Monaten oft mit meinem Kfo darüber gestritten, er meint, dass das Ende der Behandlung nicht ab zu sehen wäre, da ich einen sehr harten Kiefer habe. Gestern meinte er dass die Behandlung noch Jahre dauern könne, er wolle sich nicht festlegen aber meinte auch dass man die großen Lücken (da wo die Backenzähne gezogen wurden) damit beheben könnte dass man ein Stück kieferknochen entfernen könnte.
Ist das wirklich normal was mein Kfo da fabriziert?
(ich habe auch so kleine Gummizüge die ich nachts einhängen soll, was ich auch fleißig tue, aber mehr als Zahnschmerzen nichts bringt).
Als ich die Spange bekam hieß es es dauere etwa 2 Jahre. Als nach 2 Jahre die Zähne gezogen wurden hieß es es dauere ein Jahr. Jetzt habe ich 4 Jahre lang eine Spange und bin es langsam satt. Besonders Angst habe ich davor, dass falls die Spange wirklich irgendwann ab kommen sollte, sich die Lücken die ich zwischen jedem Zahn habe nicht schließen. Weiß jemand ob sich so was noch schließt? Und wenn ja, dann werden ja durch die lose Spange die Zähne wieder zusammen gezogen was die Backenzahnlücken wieder vergrößert und das kann ja nicht der Sinn sein, oder?

Wäre schön wenn jemand zu meinem "Fall" irgend etwas zu sagen weiß :(
Langsam habe ich nämlich das Gefühl dass mein Kieferorthopäde auf gut deutsch sch*** baut  :'(

Danke schon mal,
Ruby
 
Hi,

einen 'harten' Knochen gibt es nicht. Der Kieferknochen ist bei allen Menschen gleich. Was sich unterscheidet ist das Umbauverhalten des Gewebes. Die Zähne sind ja nicht im Knochen verwachsen, sondern über einen Bindegewebssack mit dem Knochen verbunden. Nur dadurch ist Kieferorthopädie bzw. Orthodontie erst möglich.
Es kommt durchaus vor, dass der Platz, den ein gezogener Zahn hinterlässt nicht vollständig geschlossen werden kann. Aus dem Grunde sollte man Zähne erst gar nicht ziehen,
es gibt heute bessere Möglichkeiten Platz zu beschaffen.
Für eine Internetdiagnose reicht dein Posting leider nicht aus. Aber ich würde dir raten da mal eine Zweitmeinung einzuholen. Ganz 'normal' sind solch langen Behandlungszeiten mit modernen Mittel nicht.

Gruß Funky
 
Hey funky,
danke für deine schnelle Antwort. Dass die Lücken der gezogenen Zähne nicht zu 100% zu gehen ist mir auch klar, wäre auch nicht so tragisch da man diese kaum sieht beim reden oder so.
Die Lücken die ich eigentlich meine sind die, die ich durch die Vollbebänderung zwischen allen zähnen habe.´Danke für die Info mit dem Knochen. Mein Kieferorthopäde hat wirklich gemeint, dass der Knochen zu hart wäre um die Zähne schneller zu bewegen. Wenn die Zähne aber wie du gesagt hast über einen Bindegewebssack mit dem Knochen verbunden sind ist das was mein Kfo gesagt hat völliger mist, da ich sehr schlechtes Bindegewebe habe das äußerst leicht nachgibt.

Außerdem hätte er mich beim ersten "beratungsgespräch" doch aufklären müssen dass er eine sehr veraltete Methode anwenden möchte oder?
Dass die Vollbebänderung seit Jahrzehnten "ausgedient" hat weiß ich erst seit einer Woche.

Gruß,
Ruby
 
RubySoho said:
[...]
Dass die Vollbebänderung seit Jahrzehnten "ausgedient" hat weiß ich erst seit einer Woche.
[...]

Ist Dir, wenn Du selbst eine Vollbebänderung hast, denn nie aufgefallen, dass die Spangen fast aller anderen Spangenträger anders aussehen als Deine?  ??? ???
 
doch schon, nur ich war bis vor 2 Jahren so naiv dem Kieferorthopäden blind zu vertrauen. Vor 2 Jahren habe ich dann gefragt wozu alle Zähne bebändert sind und er meinte dass dies besser für die Zähne wäre (was es ja nicht ist). Die Krankenkasse erlaubt mir keinen Wechsel, den ich vor 2 Jahren schon wollte.
Naja gut, ich dachte mir dann nichts weiter, könnte ja sein dass diese Art von Zahnspange zwar gängig, nur nicht so verbreitet ist. Ich dachte echt der Kfo wüsste schon was er tut.
Nur als ich oben alle Bänder vor kurzem erneuert bekam habe ich mal zwischendurch als die Bänder ab waren mal in den Spiegel geschaut, sah grauenhaft aus. Danach habe ich erst aktiv nach Zahnspangenarten recherchiert .

Das hab ich jetzt wohl von jugendlicher Naivität  :-\
obwohl mir die Krankenkasse auch unmittelbar nach Einsetzen der Spange einen Wechsel nicht erlaubt hätte  :(
 
ich hab ein foto von oben den bändern, ich lads gleich hoch und stells hier ein.

nen termin beim anwalt hab ich ja auch shcon für nächste woche :)
mal gucken wie die ganze geschichte endet.
 
mann, ich hasse es dass ich hier keine beiträge editieren kann  >:(

ok, klappt auch nicht, habs auf nem anderen account hochgeladen. müsst jetzt aber endlich gehen.

3a272dda.jpg
 
RubySoho said:
wenn ich auf editieren klicke läd die seite nichts mehr  ???

Jeder kann Beiträge Editieren!


Kann sein dass Du ein altes Lesezeichen benutzt? Prüfe mal ob in der Lesezeichen URL .de.ms oder phpbb enthalten ist. Gegebenenfalls lege ein neues Lesezeichen an und das Problem sollte weg sein.
 
RubySoho said:
Die Krankenkasse erlaubt mir keinen Wechsel, den ich vor 2 Jahren schon wollte.

Du bist ja lustig. Was geht das die Krankenkasse an ?
Du kannst den Behandler wechseln wenn dir danach ist. Das ist sogar sehr einfach. Du suchst dir einen neuen Behandler, der meldet die Übernahme der Kasse und fordert beim alten Behandler die Unterlagen an, die dieser herausgeben muß.

Du solltest dir nur nicht die Mühe machen das einen Sachbearbeiter der Kasse zu fragen. Der hat kein Interesse daran, und wird sich hüten sich mehr Arbeit  zu schaffen.

Gruß Funky
 
Erlich gesagt verstehe ich deine Sorgen voll und ganz. Ich kann nur sagen, such dir nen guten Anwalt, die Ärzte sind auch sehr gut geschützt und du musst sehr gute beweise aufführen um da gegen anzukommen. Ich will dir jetzt keine Angst machen. Aber hast du am Anfang deiner Behandlung was unterschrieben, wegen den Nebenwirkungen und sontigen Dingen?!

Ich würde dir raten die Dinger schnellst möglich abmachen zu lassen. Und rat bei "mehreren" KFOs zu holen.

Gruß,
bracelover
 
danke @ Marty, ich werde versuchen das zu beheben.

@funky: das Problem ist ja auch dass ein anderer Kfo eine ganz andere Behandlungsmethode -> Brackets benutzt. Dass Sachbearbeiter keine Lust haben sich um was zu kümmern leuchtet mir auch ein, aber ein Wechsel ist bei meiner Krankenkasse außer bei einem Umzug beispielsweise nicht drin.


wow, danke @ Ingo  :o  :D

@ bracelover: ich weiß nicht mehr, kann sein dass meine Mutter was unterschrieben hat. Der Anwalt bei dem ich nächste Weoche einen Termin habe ist auf Ärzte-angelegenheiten spezialisiert und soll wirklich gut sein. Wenns mit der Anwalt-sache was neues gibt kann ich es hier ja posten.
Angst habe ich nicht wirklich davor das ganze zum Anwalt zu bringen. Ich habe eher angst davor was jetzt mit meinen Zähnen werden soll. Ich habe schon viel herumüberlegt was man da machen könnte etc. . Vielleicht ne neue Spange mit Brackets bei nem anderen Kfo, aber das Zahlt meine Kasse nicht. Naja, soll sich der Anwalt mit Kassen und Versicherungen rumschlagen, der macht das hoffentlich schon irgendwie :)

Zu meinem jetzigen Kfo gehe ich nach meinem letzten Besuch auf keinen Fall mehr.
Eine Zweitmeinung bei einem anderen Kfo einzuholen wurde mir schon mehrmals vorgeschlagen, was ja eigentlich keine schlechte Idee ist, aber welcher Arzt setzt sich schon gerne in die Nesseln und sagt offen dass einer seiner Kollegen Mist gebaut hat?
 
hey vielen dank! :D
das ist echt aufbauend.
Dann suche ich mir einfach einen anderen Kfo der den Schei* (tschuldigung, aber das ist es wirklich!!  >:( ).
Trotzdem gehe ich zum Anwalt, schaden kanns ja nicht, dafür kommt ja die Rechtsschutzversicherung auf ;)

Ihr habt mir echt weiter geholfen, vielen dank nochmal allen die hier geantwortet haben  :D

Gruß,
Ruby
 
Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass es wegen der Bänder Probleme gibt.

Man hat früher regelmäßig Bänder verwendet, weil man schlechterdings keine andere ausreichende Befestigungsmöglichkeit hatte - und jeder hatte solche Spangen. Später hat man halt bessere Kleber entwickelt und dadurch erreicht, dass die Stabilität auch gegeben ist, wenn man auf die Bänder verzichtet und die Brackets direkt auf die Zähne kleistert. Damit gab es weitestgehend keine Notwendigkeit mehr, Bänder zu verwenden. Das heißt aber doch nun keineswegs, dass sie irgendwie schlecht wären. Natürlich muss man entsprechend auf Mundhygiene achten. Aber mit Bändern muss man genau dieselben Zahnbewegungen vornehmen können wie ohne.

Daher würde ich die Schuld nicht auf eine Apparatur schieben, die früher Standard war. Darüber hat sich damals auch keiner beschwert.

Und weißt Du was, RubySoho, mach doch die Not zur Tugend, und sei ein bisschen stolz auf Deine Spange ;). Mit dieser Spange bist Du geradezu einmalig :). Und wer merkt denn schon den Unterschied? Die meisten Leute schauen doch garnicht so genau hin.


 
RubySoho said:
... aber welcher Arzt setzt sich schon gerne in die Nesseln und sagt offen dass einer seiner Kollegen Mist gebaut hat?

Jeder der das so sieht sagt das. Vielleicht nicht so deutlich, aber bestimmt verständlich. Vorausgesetzt das ist so !
Die Brackets unterscheiden sich nicht wesentlich voneinander. Das ist kein Grund bei einem Behandler zu bleiben.

 
bin mir nicht sicher aber ich denke dass man den arzt seines vertrauens frei wählen darf.
sicher wird die krankenkasse hellhörig wenn wg häufigem krankenscheinbedarf ständig der arzt gewechselt wird.
grundsätzlich gehe ich zu dem arzt welcher mein vertrauen hat, wenn er es verliert wechsele ich diesen, denn die kk karte
ist die meinige. bei gewährleistung bzw nachbesserung sollte man sich mit der kk in verbindung setzen und diese
unterstützt eigentlich den ablauf richtung gutachten durch einen anderen unabhängigen arzt.
auf eine art sind wir ja kunden und haben rechte, rechte welche wir leider meisst nur unzureichend kennen.
ich würde die gründe wie "ich habe kein vertauen mehr" "der arzt klärt mich mangelhaft auf" "er geht nicht auf meine probleme mit der behandlung ein" "ich bin völlig verunsichert und fühle mich ausgeliefert" vorbringen.
seine arbeit selbst in frage zu stellen (ohne die meinung eines anderen arztes) dürfte schwierig sein vielleicht sogar den arztwechsel behindern. er kann ja nachbessern wollen usw. und kennt seine rechte sicher nur zu gut!

ich wünsche mal viel glück und wenig stress bei des suche nach einem anderen kfo.

einen termin beim alten kfo würd ich nicht einfach ausfallen lassen...(der patient gefährdet den behandlungserfolg). lieber hingehen und nach 5 min wartezimmer wg schrecklicher übelkeit/darmgrippe wieder abmelden.  >:D zeit gewinnen.

berichtigt mich bitte wenn ich käse geschrieben hab  :-\
 
das mit hingehen und nach 5 minuten wieder gehen klappt bei meinem Kfo nicht ganz glaube ich da das wartezimmer immer leer ist. Ab und zu ist mal im Behandlungszimmer ein Patient, aber sonst herrscht dort immer wenn ich dort bin tote hose. Aber danke für den Tipp! :)
Den nächsten Termin habe ich sowieso erst Ende Juni, vielleicht ergibt sich bis dahin ja etwas. Dass er nachbessern möchte glaube ich nicht da er meinte "ich mache keine Termine mehr, wir müssen einfach abwarten".

Mal gespannt was der Anwalt meint, ob man bei der Krankenkasse einen Gutachter verlangen sollte oder ob ich einfach zu einem anderen Kfo gehen sollte oder abwarten sollte, mal schaun :)

Aber vielen dank für die zahlreichen Antworten  :D
 
@ RubySoho:
Hast Du den Eindruck, dass die anderen Patienten bei Deinem KFO auch Vollbebänderungen bekamen oder war das nur bei Dir so? (Ich weiß schon, so genau schaut man den anderen Leutchen nicht in den Mund, um das genau zu erkennen :))
Aber wie gesagt, ich halte diese Art von Spange nicht für grundsätzlich schlechter. Du hast schlimmstenfalls unnötig viel Metall im Mund. Aber das war früher ja immer so. IMHO solltest Du nicht darauf bestehen, Dir diese Spange auszubauen, um dann wieder eine neue zu bekommen. Denn Ein- und Ausbau sind nicht unbedingt absolut "substanzschonend".
Wie ist es eigentlich mit Deinem UK? Hast Du nach dem Ausbau der dortigen Spange einen Retainer bekommen?
 
Im UK wurden mir die vordersten 4 Frontzahnbänder abgenommen, an den restlichen Zähnen sind die Bänder noch dran, allerdings ohne Bogen. Einen Retainer bekam ich auch nicht.  :-\

ich weiß nicht was die anderen Patienten für Spangen haben, man sihet so selten Patienten dort. Aber ich glaube dass sie auch Vollbebänderungen haben
 
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