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Author Topic: Arten von Labialbögen  (Read 3154 times)

Offline hndrk

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Arten von Labialbögen
« on: 17. March 2012, 15:15:03 PM »
Huhu!

Innerhalb meiner Behandlung hab ich bei 3 unterschiedlichen Kieferorthopäden insgesamt 4 verschiedene lose Retainer nach der festen Zahnspange bekommen. Was mich gewundert hat: Alle hatten irgendwie komische Labialbögen. Meistens mit Plastik umhüllt oder sogar gewellt, aber immer an den Eckzähnen mit einer "Doppelschlaufe". Also eher so w----w als so u----u.
Zwar tun diese ihren Dienst und sind auch zur medizinischen Verwendung gedacht, aber wie wohl Einige hier achte ich auch auf besondere optische Merkmale ;) Und aus diesen Gründen fänd ich diesen "klassischen" Bogen einfach schöner.
Mich wundert es, dass diese Geräte bei mir so anders aussehen als üblich und mich würde interessieren, ob jemand einen Grund dafür erahnen kann. Liegt es an der Zahngröße/-form oder haben diese Art von Labialbögen einen anderen Zweck? Falls jemand eine Idee hat, wär ich sehr gespannt :)

Offline julian

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Re: Arten von Labialbögen
« Reply #1 on: 19. March 2012, 14:25:21 PM »
Ich habe keine Idee, aber ich finde deine Frage spannend. In meiner Klasse gab es einige, die hatten sogar einfache Labialbögen, die du als U bezeichnest mit doppeltem Draht. Das gefiel mir besonders.
Welchen Zweck die Plastikumhülten Drähte haben, wüßte ich auch gern.

Offline Trapper

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Re: Arten von Labialbögen
« Reply #2 on: 19. March 2012, 16:53:19 PM »
Ich versuche mal etwas Licht ins Dunkle zu bringen - allerdings alle Infos mit einiger Vorsicht genießen - 100%ig sicher bin ich mir nirgends.

Meistens mit Plastik umhüllt
Das hängt mit der Möglichkeit der Dreh- und Kippbewegung der Zähne nach einer KFO-Behandlung zusammen und dient einfach dazu, genau diese Bewegungen zu verhindern. Je größer die Fläche ist, die an den Zähnen anliegt, umso stabiler die "Absicherung". Einfaches Selbstexperiment: Nehmt eure rechte flache Hand und legt den linken Zeigefinger quer über die Mitte und probier die Hand zu bewegen. Dann legt immer mehr Finger der linken Hand über die rechte Handfläche -> Die "Spielmöglichkeiten" der Zähne lassen nach. Im Übrigen sind genau deshalb die "normalen" Retainer in neuerer Zeit in Verruf geraten. Mein KFO meinte mal, dass man die bei erhöhter Dreh- und Kippgefahr (also insbesondere dann, wenn während der aktiven Behandlung genau diese Bewegungen an den Zähnen vorgenommen wurden) bloß nicht mehr diese "normalen" passiven Platten verwenden sollte. Deshalb greift man in letzter Zeit verstärkt auf Tiefziehschienen (also quasi verstärkte Invisalign-Schienen) zurück.

Quote
oder sogar gewellt
Auch das hat etwas mit der Stabilität zu tun, dieses Mal aber der Stabilität des Drahtes selbst. Das kann man sogar irgendwie physikalisch erklären, aber dazu ist meine Schulzeit zu lange her... Einfach mal selbst mit Draht ausprobieren: Erst ganz grade lassen und versuchen in und her zu biegen und dann mal Wellen reinbiegen und das gleiche versuche.
Deshalb sind auch viele Lingualretainer im Übrigen so gezackt. Siehe

Quote
aber immer an den Eckzähnen mit einer "Doppelschlaufe".
Eine Schlaufe bedeutet ja quasi eine Welle (s.o.) und insofern dient das auch der Stabilität des Drahtes. Außerdem lässt sich an solche U-Schlaufen auch ganz einfach der Retainer nachstellen. Wenn der Draht etwas "ausgeleiert" ist, muss der KFO einfach diese U-Schlaufe etwas zusammen drücken und schwups liegt der Retainer wieder sauber an den Zähnen.

Offline Ingo

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Re: Arten von Labialbögen
« Reply #3 on: 19. March 2012, 21:16:28 PM »
Mein KFO meinte mal, dass man ... bei erhöhter Dreh- und Kippgefahr ... bloß nicht mehr diese "normalen" passiven Platten verwenden sollte. Deshalb greift man in letzter Zeit verstärkt auf Tiefziehschienen ... zurück.

Sind die guten alten Zeiten bald für immer vorbei? :'( :'(

Offline hndrk

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Re: Arten von Labialbögen
« Reply #4 on: 03. April 2012, 16:12:55 PM »
Ich werde beim nächsten Termin (leider erst am 18.) einfach mal nachfragen, ob man das Plastik nicht abbekommt und vielleicht sogar eine U-Form verwenden kann. Grund dazu hab ich, weil das Plastik pink ist :D Eigentlich sollte die Gaumenplatte rot werden, was in Kunstlicht eher wie ein Pink aussieht und aus irgendeinem Grund haben sie das Plastik um den Labialbogen auch eingefärbt :\
Diese W-Biegungen haben jetzt auch schon 2 Mal Entzündungen an der Wangeninnenseite ausgelöst.. Vielleicht kann ich das geschickt zusammenformulieren ohne dabei merkwürdig rüberzukommen :D