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Author Topic: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit  (Read 15140 times)

Offline Cirroc

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Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« on: 30. January 2011, 19:48:55 PM »
Auch mit Chip würde man wohl nicht mehr HGs zu sehen bekommen, die würden dann einfach nur weiter heimlich daheim getragen.

Vielleicht liegt`s einfach daran, dass der Headgear ein Behandlungsgerät ist, das heutzutage einfach nicht mehr benutzt wird ?
In Zeiten von Miniimplantaten und selbstligierenden Brackets ist der Headgear einfach ausser Mode geraten und vor allem ist mit modernen Gerätschaften auch keine Mitarbeit erforderlich.

Offline Trapper

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Re: Chip kontrolliert das Tragen von Zahnspangen
« Reply #1 on: 30. January 2011, 20:09:18 PM »
Vielleicht liegt`s einfach daran, dass der Headgear ein Behandlungsgerät ist, das heutzutage einfach nicht mehr benutzt wird ?
In Zeiten von Miniimplantaten und selbstligierenden Brackets ist der Headgear einfach ausser Mode geraten und vor allem ist mit modernen Gerätschaften auch keine Mitarbeit erforderlich.
Das ist so nicht richtig. Der Headgear gilt nach wie vor noch als "das" Behandlungsgerät für Engstände und Unterkieferrücklagen. Egal wie modern die anderen Geräte sind und sich noch weiterentwickeln, bin ich der festen Überzeugung, dass der Headgear noch einige KFO-Generationen überdauern wird.

Offline Ingo

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Re: Chip kontrolliert das Tragen von Zahnspangen
« Reply #2 on: 30. January 2011, 20:43:22 PM »
Und gleichzeitig die "ewige" Frage:
Wie hat es in den Niederlanden geklappt... wohl ja auch ohne Tragechipgedöns.

Genau das ist die Frage!
Die Niederlanden sollen im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern deutlich weniger konservativ sein. Ob es wohl zur konservativen Denkweise gehört, dass ein aus dem inneren des Mundes nach außen führender Metallbügel und ein Kopf- oder Nackenband nicht als gesellschaftliche akzeptable Zahnspange verstanden werden? Dass es möglich sein soll, eine Spange jederzeit durch das Schließen des Mundes zu verbergen? Und dass der Hg-Träger dadurch erniedrigt wird, dass er das eben nicht kann? Stellt es einen Wert dar, seine Spange Mitmenschen gegenüber verheimlichen zu können?

Offline Cirroc

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Re: Chip kontrolliert das Tragen von Zahnspangen
« Reply #3 on: 30. January 2011, 20:50:56 PM »
Das ist so nicht richtig. Der Headgear gilt nach wie vor noch als "das" Behandlungsgerät für Engstände und Unterkieferrücklagen.
Mit dem Headgear kann man weder das eine noch das andere beheben. Ein Headgear dient zur Verankerung der Backenzähne und minimal zum nach hinten schieben der Selben mit der Gefahr, dass diese dabei in die Länge wachsen. Das war`s dann auch schon.

Offline Trapper

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Re: Chip kontrolliert das Tragen von Zahnspangen
« Reply #4 on: 30. January 2011, 23:43:18 PM »
Das ist so nicht richtig. Der Headgear gilt nach wie vor noch als "das" Behandlungsgerät für Engstände und Unterkieferrücklagen. Egal wie modern die anderen Geräte sind und sich noch weiterentwickeln, bin ich der festen Überzeugung, dass der Headgear noch einige KFO-Generationen überdauern wird.

Mit dem Headgear kann man weder das eine noch das andere beheben. Ein Headgear dient zur Verankerung der Backenzähne und minimal zum nach hinten schieben der Selben mit der Gefahr, dass diese dabei in die Länge wachsen. Das war`s dann auch schon.
Lesen will gelernt sein.

1. Das Oberkieferwachstum wird durch den Headgear gehemmt, sodass der Unterkiefer nach vorne kommen kann.
2. Engstände werden dadurch beseitigt, dass entweder Zähne gezogen werden (die 4er oder 5er), um Platz zu schaffen. Der Headgear dient dann dazu, dass die 6er die geschaffene Lücke nicht wieder zuschieben.
3. Zur Vermeidung, dass die Backenzähne weiter nach unten wachsen in Kombination mit Kopfband.

Die Niederlanden sollen im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern deutlich weniger konservativ sein. Ob es wohl zur konservativen Denkweise gehört, dass ein aus dem inneren des Mundes nach außen führender Metallbügel und ein Kopf- oder Nackenband nicht als gesellschaftliche akzeptable Zahnspange verstanden werden? Dass es möglich sein soll, eine Spange jederzeit durch das Schließen des Mundes zu verbergen? Und dass der Hg-Träger dadurch erniedrigt wird, dass er das eben nicht kann? Stellt es einen Wert dar, seine Spange Mitmenschen gegenüber verheimlichen zu können?

Heißt das also, dass die Niederlanden den Headgear als neuartiges Behandlungsgerät ansehen?  :-\

Offline Christian2

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Re: Chip kontrolliert das Tragen von Zahnspangen
« Reply #5 on: 01. February 2011, 22:08:03 PM »
1. Das Oberkieferwachstum wird durch den Headgear gehemmt, sodass der Unterkiefer nach vorne kommen kann.
2. Engstände werden dadurch beseitigt, dass entweder Zähne gezogen werden (die 4er oder 5er), um Platz zu schaffen. Der Headgear dient dann dazu, dass die 6er die geschaffene Lücke nicht wieder zuschieben.
3. Zur Vermeidung, dass die Backenzähne weiter nach unten wachsen in Kombination mit Kopfband.

zu 1. Bei mir war der headgear auch ohne Alternative. Mein Oberkiefer stand ziemlich weit nach vorne und konnte nur durch einen heagear im wachsen gehindert werden.
2. Zähneziehen war bei mir auch nötig. Ich hatte zuerst nur einen headgea an den backenzähnen, dann extraktionen, dann multibänder mit headgear.
3. Auch das sollte wohl bei mir verhindert werden. Jedenflalls musste ich den headgear immer mit nackenzug und kopfband tragen.

Die zeit mit headgear war sicher nicht immer angenehme, aber er war wirkungsvoll. Insofern wird er sicher noch einigen Generationen erhalen bleiben.

Offline Ingo

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Re: Chip kontrolliert das Tragen von Zahnspangen
« Reply #6 on: 01. February 2011, 22:51:16 PM »
Heißt das also, dass die Niederlanden den Headgear als neuartiges Behandlungsgerät ansehen?  :-\

Nein, ich dachte im Zusammenhang mit konservativ nicht daran, dass man gerne beim Althergebrachten bleibt und ungern Neues anwendet, in diesem Fall die seit langer Zeit bekannten Gerätetypen lieber verwendet als neu entwickelte Gerätetypen.

Ich meinte, hier einen anderen Zusammenhang entdecken zu können. Das Kernproblem beim Hg ist, dass es ein Gerät ist, das das Aussehen des Patienten stärker beeinflusst als insbesondere herausnehmbare Geräte, die sich zumeist nur in Form des Labialbogens zeigen. Beim Einsatz eines Gerätes gilt es nun abzuwägen, ob das erreichbare Ziel die kosmetische und sonstige Beeinträchtigung rechtfertigt. Und bei dieser Beurteilung wird bei der konservativ geprägten Sichtweise die geringe Beeinträchtigung und die Gesellschaftsfähigkeit eines Behandlungsgerätes höher bewertet werden als bei der nichtkonservativ geprägten Sichtweise. Kurz gesagt: wer konservativ eingestellt ist, wird den Kindern und Jugendlichen eher nicht einen Hg zumuten wollen, mit dem sie sich als nicht (mehr) gesellschaftsfähig vorkommen. Bei der anderen Sichtweise denkt man da rationaler und denkt sich nicht viel dabei, wenn jemand so eine Stoßstange im Gesicht hat.

Offline Trapper

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Re: Chip kontrolliert das Tragen von Zahnspangen
« Reply #7 on: 01. February 2011, 23:32:54 PM »
Beim Einsatz eines Gerätes gilt es nun abzuwägen, ob das erreichbare Ziel die kosmetische und sonstige Beeinträchtigung rechtfertigt. Und bei dieser Beurteilung wird bei der konservativ geprägten Sichtweise die geringe Beeinträchtigung und die Gesellschaftsfähigkeit eines Behandlungsgerätes höher bewertet werden als bei der nichtkonservativ geprägten Sichtweise. Kurz gesagt: wer konservativ eingestellt ist, wird den Kindern und Jugendlichen eher nicht einen Hg zumuten wollen, mit dem sie sich als nicht (mehr) gesellschaftsfähig vorkommen. Bei der anderen Sichtweise denkt man da rationaler und denkt sich nicht viel dabei, wenn jemand so eine Stoßstange im Gesicht hat.
Interessanter Ansatz, Ingo! Aber ist er auch in sich schlüssig? Grundsätzlich kann man gegen die Logik nichts aussetzen, aber du machst zwei entscheidende Grundannahmen (einen synthetischen Satz a priori wie Kant sagen würde):
1. Niederlande sind nicht so konservativ.
Man könnte das jetzt überprüfen, was aber recht schwierig werden könnte. Andererseits habe ich schon ähnliche Meinungen gehört, weshalb ich das jetzt als einigermaßen zutreffend annehmen würde.

2. Eine konservative Gesellschaft empfindet Gesellschaftsfähigkeit als ein höheres Gut als das eine rational denkende liberal-progressive Gesellschaft tut.
Ist dem aber wirklich so?
Wie erklärst du dir dann, dass so viele ADHS-Prognosen bei Kindern zur Zeit abgegeben werden? Hat die fortschrittliche Kindergartenerzieherin hierbei nicht insbesondere die Gesellschaftsfähigkeit im Sinn?
Warum sind soooo viele junge Leute beim Facebook und all den anderen Netzwerken, die doch insbesondere das "sich präsentieren" im Sinn haben - also in Stück weit auch die Gesellschaftsfähigkeit. Sind diese jungen Leute etwa konservativ?

Sollen wir hierfür einen eigenen Thread aufmachen?

Offline Ingo

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Re: Chip kontrolliert das Tragen von Zahnspangen
« Reply #8 on: 01. February 2011, 23:47:03 PM »
Sollen wir hierfür einen eigenen Thread aufmachen?
Das habe ich vorhin schon überlegt.

@ Marty:
Ich würde die Abtrennung der letzten Beiträge zugunsten eines neuen Themas vorschlagen. Vielleicht ab dem Zeitpunkt, wo es um die Tragesdisziplin geht und nicht mehr um die elektronische Aufzeichnung (etwa ab 30. Januar 2011, 19:48 Uhr).

Offline Marty

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #9 on: 03. February 2011, 01:01:56 AM »
gemacht  :)

Offline Nathanael86

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #10 on: 03. February 2011, 10:28:17 AM »
Ich glaube ihr übersteigert das ein bischen mit der gesellschaft.
Die Hauptgruppe der HG-Träger ist zwischen sagen wir 10 und 18 Jahren.
Da geht es in erster Linie darum alles zu vermeiden was Angriffsfläche für Lästereien bietet,
und alles zu vermeiden was einem beim anderen Geschlecht lächerlich/unatraktiv dastehen lässt.

In Holland haben glaube ich deutlich mehr Kinder einen HG was dazu fürht dass es nicht einzelne sind(welche dann schnell Mobbing Opfer werden) sondern es eher als "normal" gilt.

Würden in D mehr HG verabreicht glaube ich würde sich das ähnlich entwickeln.
Aber das mit der Gesellschafft so wie ihr es schreibt halte ich zu hoch gegriffen.

Offline hgbo

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #11 on: 03. February 2011, 10:43:30 AM »
Wenn ich an die Riesenohrringe mancher Damen denke, sieht die 'Stoßstange' doch sehr viel ziviler aus. Ein(e) DSDS-KandidatIn mit so einem Teil, und die Welt sieht anders aus... :)

Offline Trapper

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #12 on: 03. February 2011, 15:17:23 PM »
In Holland haben glaube ich deutlich mehr Kinder einen HG

Das glaube ich eher nicht. Man beachte Chris2010's statement:

Von 20 Mädels die ich mit Headgear kenne. [...]
wenn ich die dazu zähle die ich damit kannte nochmehr.[...]

Ich wage sogar die Vermutung, dass jede 3. bis 4. lose Spange, die in Deutschland "verabreicht" wird, ein extraorales Gerät ist.
Die 1. und 2. Plätze teilen sich die aktiven Platten und Aktivatoren.

Deshalb glaube ich schon, dass es in Holland etwas anderes ist/war, was die Tragemoral so erhöht hat.

Ein(e) DSDS-KandidatIn mit so einem Teil, und die Welt sieht anders aus... :)

 ;D Wer von uns opfert sich?

Chris2010

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #13 on: 03. February 2011, 15:32:53 PM »
Es gibt schon viele Mädels mit Headgear. Man muss es nur erstmal rausfinden. Die meisten sind nicht so gerne Bereit das zuzugeben weil sie sich dafür schämen.


einer kann ja mal per mail mehrere kfos anschreiben, sagen das er ne umfrage für die uni macht und fragen wieviel % hg bekommen

Offline Ingo

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #14 on: 03. February 2011, 21:40:19 PM »
Als ich den Begriff der Gesellschaftsfähigkeit in der Diskussion verwendete, dachte ich daran, dass sich ein Patient die Frage stellt, wie die Gesellschaft um ihn herum auf seinen Hg reagiert.

Die konservativ denkende Gesellschaft möchte die heile Welt um sich herum. Man bemüht sich um ein angenehmes Lebensumfeld. Es ist wichtig, dass man sich wohlfühlt. Rationale Gesichtspunkte sind da nicht so wichtig. Jeder möchte aber auch gut dastehen. Man möchte sich den Mitmenschen darstellen als jemand, der alles im Griff hat, bei dem alles gutläuft. Wer aus irgendeinem Grund da nicht mithalten kann, hat's schwer. Wenn man die Schule nicht geschafft hat oder die sogenannten einfachsten Dinge nicht zustandebringt, dann passt das nicht in die heile Welt des Konservativen.

Vielleicht ist ADHS auch ein Stück Zivilisationskrankheit, aber wenn sich heute mehr darum gekümmert wird und man offen darüber sprechen kann, dann liegt das nach meiner Überzeugung daran, dass es früher ein Tabuthema war und jetzt nicht mehr. Also andersum: Man hat es früher unter den Teppich gekehrt und verheimlicht.

In einer mehr aufgeklärten, rational denkenden und dementsprechend empfindenden Gesellschaft ist all das halb so wild. Man schämt sich nicht mehr dafür, wenn etwas nicht so ist, wie man es sich wünscht. Man wird auch akzeptiert, wenn man nicht perfekt ist.

Was bedeutet das nun für unser Thema? Ich denke, wer von seinem KFO mit einem Headgear bedacht wurde, hat in der konservativen Gesellschaft den Eindruck, er störe mit seinem Außengestell die heile Welt seiner Mitmenschen, erinnere sie daran, dass die Welt eben doch nicht in Ordnung ist und dokumentiert, dass die schnöde Zahnstellung wichtiger ist als ein schönes Aussehen. Diese Werteordnung passt nicht in die konservative Gefühlswelt. Wer hingegen weiß, dass die Mitmenschen sowieso wissen, wofür der Drahtbügel gut ist und dass sie deswegen nicht verunsichert sind, hat auch nicht das Bewusstsein, sich wegen der Störung der vermeintlich heilen Welt schuldig zu machen. Diese Situation scheint mir eben in den Niederlanden gegeben zu sein.

Das heißt zusammengefasst: Die nichtkonservative, aufgeklärt-rationale Sichtweise erleichtert es, den Headgear als etwas normales wahrzunehmen.


Obwohl man bei uns in der Öffentlichkeit faktisch keine Hgs sieht, scheint das Gerät dennoch allgemein bekannt zu sein. Das zeigen z. B. die Spielfilme, in denen Hgs vorkommen.

Wenn der Gerätetyp allgemein bekannt ist, dann setzt das voraus, dass er in so großem Umfang verwendet wird, dass sozusagen jeder einmal die Gelegenheit hat, das Gerät durch einen Hg-Träger in seinem Bekanntenkreis kennenzulernen.

Offline Trapper

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #15 on: 04. February 2011, 00:04:11 AM »
Okay, Ingo. Jetzt habe ich deine Auffassung verstanden und kann sie auch nachvollziehen. Wenn dem so wäre, wie du das beschreibst, dann wäre das aber sicherlich nur einer der Gründe - so denke ich zumindest.
Weiß jemand, wie es bei den Niederländern und der Autorität der Eltern steht?

Offline karsten26

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #16 on: 04. February 2011, 19:07:32 PM »
Man müßte einfach mal verlässliche Zahlen/Statisken haben, um die Argumente, die so ganz schlüssig klingen, überprüfen zu können.
Die KFOs oder Kassen führen darüber doch sicher Buch, welche und wie viele Geräte so verordnet werden.

Wenn ich Ingos These folge, dann wären vor allem deutsche Teens (die würde es ja wohl am häufigsten treffen) heutzutage wesentlich konservativer eingestellt als die Generationen zuvor.
Kann ich mir eigentlich nur schwer vorstellen, wenn zumindest der allgemeine Trend in Richtung mehr Toleranz geht. Da man sich meistens nicht mehr unter Teens aufhält, weiß man auch gar nicht, wie viele von denen eine Spange und/oder Zusatzgeräte (öffentlich) tragen.
<(:-)#}#)

Offline hgbo

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #17 on: 05. February 2011, 22:58:12 PM »
Die Speerspitze in 'Mode'trends, hier in weitestem Sinn, d. h. in dem, was öffentlich akzeptiert ist, setzen eher (jugendliche) Erwachsene. Was da 'in' ist wird dann auch bei Jüngeren positiv rezipiert. In den 80ern hat man auch an den Unis HGs gesehen :-)

Offline Ingo

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #18 on: 05. February 2011, 23:25:46 PM »
dann wären vor allem deutsche Teens (die würde es ja wohl am häufigsten treffen) heutzutage wesentlich konservativer eingestellt als die Generationen zuvor.

Es geht ja nicht nur darum, ob man selbst eher konservativ denkt. Ob man sich traut, mit der Außenspange auf die Straße zu gehen, hängt doch sicher stark davon ab, welche Reaktion zu erwarten ist. Und ich meine, es ist wahrscheinlich, dass die eher konservativ denkende und fühlende Gesellschaft eher verunsichert reagiert als eine aufgeklärt-rational denkende.

Zunächst war ja die Frage, warum die Situation in den Niederländen so grundsätzlich anders ist. Und da fiel mir eben ein, dass es gesellschaftlich als nicht-konservativ gilt, wie Marty ja bereits vor längerem meinte:

Ich denke mal in Europa ist Holland das einzige Land, das nicht konservativ ist.

Daher versuchte ich, hier die Erklärung zu finden.

Karsten26, Du hast aber nun einen weiteren Umstand in die Diskussion gebracht. Obwohl er so naheliegend ist, habe ich nich gar nicht daran gedacht: In den 80ern war das öffentliche Tragen der Außenspange auch nicht gearde alltäglich, kam aber doch zumindest mal vor, während es mittlerweile ganz aus der Mode gekommen ist.

Dieser Umstand müsste doch auch Informationen liefern, wovon die Bereitschaft des öffentlichen Tragens abhängt.

Zunächst aber komme ich nochmal auf die Verhältnisse in den Niederlanden zu sprechen. Mir kam folgender Gedanke:

Nicht selten wird eine lose Spange gegenüber einer festen bevorzugt. Da steckt die Überzeugung dahinter, eine feste Spange sei die unangenehmere, diejenige, die man nur einsetzt, wenn es nicht anders geht. Diese Haltung steht im Widerspruch mit der Tatsache, dass eine feste Spange viel angenehmer zu tragen ist als eine herausnehmbare.

Warum aber diese Haltung? In den 70ern, die einige von uns noch erlebt haben, waren feste Spangen in Deutschland relativ selten und auch nicht so bekannt. Kinder, die damals bei einem anderen Kind eine Spange gesehen oder selbst eine bekommen haben, machten in aller Regel Bekanntschaft mit einer herausnehmbaren. In der Folge wurde diese Art von Spange als "Zahnspange" definiert. Dass ein Kind eine Zahnspange hatte, war daran erkennbar, dass ein Draht über die Frontzähne verlief. Damit war die Spange zwar sichtbar, aber optisch wenig störend. Wer nun von dieser Vorstellung kommend eine feste Spange gesehen hat und die Information bekam, dass auch das eine Zahnspange sei, war möglicherweise schockiert über das viele Metall, das an den Zähnen befestigt noch - noch dazu fest eingebaut! Daher kann ich mir gut vorstellen, dass Leute, die Spangen in dieser Reihenfolge kennengelernt haben, irgndwo im Hinterkopf immer noch die Vorstellung haben, die herausnehmbare sei die normale, sozusagen harmlose Spange und die feste die spezielle, die in schwereren Fällen notwendig ist und die man selbst hoffentlich nie bekommt. Der Unterschied besteht vordergründig im unterschiedlichen Maß, mit dem eine optische Beeinträchtigung eintritt. Hinzu kam das Bewusstsein, dass man eine lockere Spange ja nicht ständig drinhaben muss, eine Freiheit, die die feste Version nicht zulässt.

Das würde bedeuten: Wenn jemand diese Sicht der Dinge teilt, dann akzeptiert er eine lockere Spange und deren Einschränkungen als normal. Die feste Spange hingegen ist das größere Übel, dem man zu entkommen versucht.

Bei der Außenspange verhält es sich so, dass sie sowohl mit lockeren als auch mit festen Geräten kombiniert wird, heutzutage meistens wohl mit der festen Spange. Das bedeutet, dass früher und heute die Außenspange im Normalfall nicht der erste Gerätetyp ist, den man kennenlernt. Wenn man nun die Überlegung fortführt, dass das zuerst Kennengelernte das eher Akzeptierte ist, dann hat die Außenspange hier noch schlechtere Karten. Und die optische Beeinträchtigung ist ja zweifellos noch viel größer als die der beiden anderen Arten. Daher wird dieses Gerät wohl kaum mehr als eine "normale" Zahnspange empfunden. Wegen der starken optischen Beeinträchtigung ist der Gedanke auch naheliegend, dass man sie nur bekommt, wenn die Fehlstellungen im Mund so schwer sind, dass man zu ihrer Beseitigung sogar ein solch auffälliges Gerät in Kauf nimmt.

Früher war es ja - anders als heute - peinlich, überhaupt eine Spange zu haben. Die Vorstellung ist die, dass das Tragen jeder Spange eine Erschwernis ist und daher nur gemacht werden muss, wenn es notwendig ist. Und dann eben gemäß dieser Abstufung: für einfache Fälle eine herausnehmbare, für schwerere Fälle eine feste und in ganz schweren Fällen kann eine Außenspange notwendig sein. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele ältere Menschen so denken. Diese Stufung hängt damit zusammen, dass die Reihenfolge der optischen Beeinträchtigung dieselbe ist wie der Möglichkeit, die Spange überhaupt zu verbergen (in der Hoffnung, dass andere Menschen überhaupt nicht merken, dass man eine Spange hat).

Wenn das alles so stimmt, dann ist es verständlich, warum keiner auf der Straße eine Außenspange tragen will. Nun gut, das haben wir vorher schon gewusst.

In den Niederlanden ist es vielleicht nicht so selbstverständlich, dass man die Außenspange als eine ganz spezielle Form der Spange kennenlernt. Zum einen natürlich, weil es allgemein üblich ist, sie in der Öffentlichkeit zu tragen. Zum anderen aber möglicherweise aus folgendem Grund: Es scheint dort üblich zu sein, dass man während der Behandlung als erstes eine Außenspange bekommt. Offensichtlich werden als erstes Molarenbänder eingesetzt und dann für eine gewisse Zeit nur eine Außenspange getragen. Das bedeutet folgendes: Die Außenspange ist das Gerät, das man zeitlich als erstes mit dem Begriff "Zahnspange" in Verbindung bringt. Zunächst beobachtet man es bei anderen, dann bei sich selbst. Insofern wird die Außenspange mehr als bei uns als eine normale Spange empfunden. Bei uns ist die Außenspange zumeist "nur" ein Zusatzgerät. Man hat das Bewusstsein, dass "die Spange" auch ohne das Zusatzgerät wirkt. Dieses Bewusstsein kann nicht entstehen, wenn man nur eine Außenspange hat. Und man weiß, je konsequenter man die Außenspange trägt, desto schneller beginnt der nachfolgende Teil der Behandlung.

Soweit meine Thesen, die mir aber immer noch nicht ausreichend erscheinen, den wirklich fundamentalen Unterschied zwischen den Niederlanden und den anderen Ländern zu erklären.

Offline chili

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #19 on: 05. February 2011, 23:51:49 PM »
"konservativ", wer sind denn eigentlich die Konservativen?
diejenigen des politischen Spektrums, die sich selbst als "konservativ" bezeichnen sicher nicht - eine von Raubbau geprägte Energiepolitik, keine Perspektive zur langfristigen Lagerung/Vermeidung nuklearem Mülls, unkritische Haltung gegenüber Gefahren der Freisetzung genmanipulierter Pflanzen, die Gesundheitspolitik - egal wo man hinschaut, nix davon ist "konservativ".
Was das mit dem Thema hier zu tun hat? Nichts.

Keine Ahnung, wieso das Tragen von Headgear in den NL angeblich akzeptierter ist als hier oder in den USA. Evtl. sinds noch Reste calvinistischer Erziehung, andere zu hänseln gehört sich nicht.

Offline karsten26

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #20 on: 06. February 2011, 19:21:59 PM »
Politisch "konservativ" darf man wohl hier nicht einfach gleichsetzen. Vor allem ist das rein konservative Lager heutzutage auch von vielen anderen Strömungen durchzogen.

Und ob die Niederlande mittlerweile noch liberaler sind als Deutschland, Frankreich, etc. wage ich mal vorsichtig zu bezweifeln. Das sieht heute eventuell auch schon wieder ganz anders aus als vor 20-30 Jahren.
Entscheidend mag dann doch eher der Punkt sein, mit welchen Gerät man selbst bzw. die Vor- und Nachgenerationen als erstes vertraut werden. Wenn als Beispiel 50% der Behandelten eine Außenspange verordnet bekommt, dann heißt es sicherlich eher: "Ach, du auch?!", als "Ihh, was ist das denn?"
Dann ist die Akzeptanz natürlich wesentlich größer, als wenn man erstmal "nur" mit einer normalen Spange bedacht wird.

Daher wäe es sehr interessant zu wissen, wie viele HGs eigentlich wirklich so im Umlauf sein müßten.
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Offline Ingo

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #21 on: 13. February 2011, 21:45:12 PM »
Keine Ahnung, wieso das Tragen von Headgear in den NL angeblich akzeptierter ist als hier
Dass unsere Fragestellung hier nicht ganz einfach ist, ist schon klar. Aber dem versuchen wir ja auf den Grund zu gehen.

Dass Patienten ihre Außenspange nicht gerne auf der Straße tragen, ist leicht nachvollziehbar. Die Frage ist, warum es in den Niederlanden offensichtlich anders ist. Jedenfalls scheint es dort üblich zu sein, bei uns aber nicht. Es sind immer nur wenige, die es tun.


Wertvoll erscheint mir hgbos Hinweis, der sich mit der Zeit beschäftigt, als man auch bei uns noch Hgs auf der Straße sehen konnte:

Die Speerspitze in 'Mode'trends, hier in weitestem Sinn, d. h. in dem, was öffentlich akzeptiert ist, setzen eher (jugendliche) Erwachsene. Was da 'in' ist wird dann auch bei Jüngeren positiv rezipiert. In den 80ern hat man auch an den Unis HGs gesehen :-)

Was war damals? Nun, ein völlig neuer Trend kam auf: Immer mehr Erwachsene wurden behandelt, was bis dato weitgehend unbekannt war. Das war einige wenige Jahre lang, bis durch die Gesundheitsreformen den Erwachsenenbehandlungen der Geldhahn abgedreht wurde. Für mein Verständnis eine Reaktion auf die zahlreichen Erwachsenenbehandlungen, die nun wohl nicht zur Regel werden sollten. Diese sich behandeln lassenden Erwachsenen waren in dem Alter, die nach hgbos Ansicht die "Speerspitze in Modetrends" setzen.

Einige jener bespangten Erwachsenen waren es damals, die nicht davor zurückschreckten, einen Hg in der Öffentlichkeit zu tragen.

Bedeutet das, dass man sich in diesem Alter in punkto Mode am meisten traut, also auch tut, was bisher nicht üblich war? Haben sie sich einfach nur getraut, was sich Kinder und Jugendliche eher nicht trauen? Oder war es einfach nur die Tatsache, dass ältere Patienten eine höhere Bereitschaft besitzen, die Geräte zu tragen, weil sie mehr Verständnis haben und das Tragen besser mit dem erhofften Behandlungserfolg in Verbindung bringen?

Das würde bedeuten, dass es in den 80ern mehr Patienten mit Hg in dem Alter gab, das die Modetrends setzt, als vorher und nachher. Und dass einige davon selbstbewusst ganz einfach getan haben, was sinnvoll war, nämlich den Hg auch tagsüber im Freien zu tragen. Für jüngere Patienten war es damit leichter, dies nachzumachen.

Was denkt ihr?

Offline pesp

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #22 on: 15. February 2011, 02:45:31 AM »
It has been 45 years since I had braces put on in Middleton, New Jersey (USA).  I was 15 years old.  My parents made me wear a combination headgear for 14 hours every day, and I mean 14 hours or more EVERY day for almost two years.  And I still had to wear my full banded braced for another two years, with elastics.  More than embarrassing, it was teenage social suicide.

I have seen no more than 10 people wearing headgear since, and I have traveled widely since then.  I now work at a University in California and I see many students, and some employees, wearing braces, but never headgear, for any age in over ten years. 

I hope this translates well.  I have enjoyed reading this.

Offline HG-Fan

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #23 on: 29. March 2014, 23:30:13 PM »
denke, liegt am gesundheitssystem und an der Lebenseinstellung. wenn ich keine extras in der Behandlung will, denn gibt's eben hg. dafür leisten sich die Niederländer eben von dem gesparten Geld andere schöne Sachen.   vielleicht sind die Niederländer aber auch nicht so eitel wie die deutschen. der deutsche will zwar schön sein, aber bitte so, das es keiner merkt, das man Behandlung hat. sehe ich eben so.  ansonsten kann ich dazu nur sagen, das ein hg manchen echt gut steht und andere damit total behindert aussehen. aber auch das ist eben relativ. hier in Deutschland wird eben lieber mehr Geld für alternative spangen ausgegeben.
Mag HG's aber auch andere Spangen, am liebsten eben sehr auffällig. Bin an Kontakten interessiert.  Bin Hetero. Ferner mag ich auch noch Orthesen.

brace-ritschi

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #24 on: 01. April 2014, 11:17:11 AM »
dem kann ich eigentlich nur zustimmen. Die deutschen sind halt sehr darauf fixiert "nicht komisch" und immer angepasst auszusehen. Selbst innerhalb von Subkulturen wo sich dann an die Subkultur angepasst wird. Etwas das ich sehr schade finde. Denn ich glaube jeder von uns würde sich darüber freuen wenn wir mehr HG's, Facemasks etc in der Öffentlichkeit betrachten dürften. :)
Kurz wir deutschen haben in manchen Dingen die falsche Mentalität ;)


Offline Clenti

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #26 on: 10. February 2016, 11:56:27 AM »
Hallo,
bin 45 und neu hier in dem Forum. Seit einigen Jahren bin ich auch dem Fetisch Zahnspangen verfallen. Vor einem halben Jahr hatte ich das Verlangen mich mit dem Headgear in der Öffentlichkeit zu zeigen. Mittlerweile war ich knapp 30 mal mit dem Headgear in fremden Städten unterwegs. Mal länger, mal weniger. Kam immer darauf an wie viele Menschen und besonders wer mir entgegenkam. Vor 2 Wochen schaute mich eine ältere Frau an der Kasse eines Baumarktes sehr genau an. Nachdem sie ihre Bezahlungen erledigt hatte drehte sie sich um und fragte mich wo ich in Behandlung wäre und ob man solche Bögen heute noch tragen würde.  Sie war wohl Zahnarzthelferin und bei ihnen würden diese Bögen nicht mehr verwendet. Hatte eine gute Ausrede parat und war anschließend stolz mit dem Headgear ein Gespräch geführt zu haben. Offensichtlich werden diese Außenspangen wohl doch nicht mehr verwendet.

Offline jaegermeister

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #27 on: 10. February 2016, 15:47:42 PM »
Naja wenn man sich im Bilder und Videobereich umsieht werden Headgears offensichtlich schon noch verwendet. Soweit ich weiß werden in Deutschland von der gesetzlichen Krankenkasse auch die Alternativen nicht bezahlt.
Man sollte das ganze wohl nicht an der Aussage einer älteren Frau festmachen.

Offline Ingo

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #28 on: 10. February 2016, 20:34:49 PM »
Dass Headgears noch verwendet werden, davon ist auszugehen. Es gibt zwar Praxen, wo sie nicht verwendet werden. Es handelt sich aber um ein Behandlungsgerät, das dem Stand der heutigen Behandlungstechnik entspricht und es gibt keine vollwertige Alternative. Es ist das Standardbehandlungsgerät für bestimmte Zwecke und steht auch in der GOZ: http://anonym.to/?http://www.gesetze-im-internet.de/goz_1987/anlage_1.html

Online aktivator82

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #29 on: 10. February 2016, 21:44:34 PM »
Da kann ich jaegermeister nur zustimmen. Man sollte das Thema "Headgear" nicht an EINER Aussage einer Person festmachen. Das man Headgear´s öffentlich vl nicht so häufig sieht mag sein, aber das bedeutet ja auch nicht gleich das sie nicht mehr verwendet werden.

Offline Ingo

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #30 on: 11. February 2016, 06:42:49 AM »
öffentlich vl nicht so häufig sieht

"Nicht so häufig"? Man sieht ihn eigentlich nie. Um nicht zu fragen: Hat überhaupt schon mal jemand einen HG in der Öffentlichkeit gesehen?

Offline hgbo

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #31 on: 11. February 2016, 07:22:11 AM »
"Nicht so häufig"? Man sieht ihn eigentlich nie. Um nicht zu fragen: Hat überhaupt schon mal jemand einen HG in der Öffentlichkeit gesehen?

In der Tat in den letzten Jahren selten geworden...

Offline domi

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #32 on: 11. February 2016, 08:46:00 AM »
Der Headgear wird vielleicht seltener in der Öffentlichkeit, ich denke aber nicht, dass er wirklich "vom aussterben" betroffen ist.
Öffentlich habe ich ihn in den letzten Jahren evtl. zwei mal gesehen. Wobei ich sagen muss, dass ich nicht speziell nach ihm Ausschau halte - er gehört halt nicht zu meinen Favoriten.

Aus persönlicher Erfahrung weiss ich aber, dass der Headgear oft eingesetzt wird. Die Mehrheit trägt ihn halt einfach zu Hause. Sobald man nach Hause kommt wird das Teil montiert und dann kommt man halt schnell auf 12 Stunden Tragezeit und mehr.

Und seien wir ehrlich, wir würden ihn auch nicht gerne öffentlich zur Schau tragen wollen.

Offline Clenti

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #33 on: 11. February 2016, 09:34:31 AM »
Sollte ja auch keine Behauptung von mir sein, dass man die Außenbögen nicht mehr benutzt. Bei manchen Praxen kann man lesen, dass sie den Headgear kategorisch ablehnen. Andere werden ihn wohl noch benutzen. Hab halt jahrelang keinen mehr mit einem Headgear in der Öffentlichkeit gesehen. Und wenn man als Erwachsener einen Headgear trägt, wird man schon sehr verwundert angeschaut. Manche schauen dich dann erst gar nicht richtig an oder schauen direkt in eine andere Richtung. Ziehe jedenfalls den Hut vor den Leuten, die aus medizinischen Zwecken den Headgear am Tag tragen müssen.  Bekäme das bestimmt nicht hin, schon gar nicht mit einer Kopfkappe.

Offline hgbo

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #34 on: 11. February 2016, 13:28:46 PM »
Sofern HG nicht aus medizinischen Gründen überholt ist, was spricht gerade bei Erwachsenen gegen HG in der Öffentlichkeit? Heute in einer Welt mit Piercings, Riesenohrrigen et c. geht doch 'fast' alles (wenn es nicht aus irgendeiner Saisonmode heraus ein 'no-go' ist). Die Brille hat es doch schon vor 500 Jahren geschafft. Die ersten, die damals mit Brillen herumgelaufen sind, hat man wohl auch erst für 'nerds' gehalten, bis man gemerkt hat, dass frau/man sich etwas Gutes tut, indem sie/er besser sieht...

Offline Clenti

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #35 on: 12. February 2016, 10:56:59 AM »
Es gibt sie doch noch die den Headgear in der Öffentlichkeit akzeptieren. War gestern mal wieder mit den festen Spangen und dem Headgear unterwegs. In einer Apotheke bediente mich eine sehr freundliche ca. 30 Jahre junge Frau. In dem Gespräch über die Tabletten konnte sie sich kaum von meinen Spangen entziehen und sie starrte mit ihrer freundlichen Ausstrahlung so oft es möglich war auf den Headgear. Hatte das Gefühl als wenn sie gerne ein längeres Gespräch mit mir geführt hätte.

Offline Ingo

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #36 on: 12. February 2016, 16:13:14 PM »
Ist dein Zaumzeug mit Nackenband oder Kopfband?

Offline Clenti

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #37 on: 12. February 2016, 22:28:27 PM »
Mit Nackenband. Kopfband ist mir zu heftig.

Offline surfreak

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #38 on: 12. March 2016, 01:46:43 AM »
Hallo Clenti!

Also wenn schon Headgear, dann richtig.
Ich trag meinen als Kombi Headgear, mit Nackenband und Kopfkappe.
In den nächsten Tagen werde ich mich damit wieder mal unters Volk mischen.

LG

Surfreak

Offline Clenti

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #39 on: 12. March 2016, 04:04:54 AM »
Hallo surfreak,
bin mit beiden schon mal unterwegs gewesen. Aber nicht zum shoppen. Das werde ich aber auch mal probieren. Ist bestimmt auch ein aufregendes Gefühl. Traue mich mit dem HG aber nur in Geschäften mit wenig Leuten. Vor vielen Leuten und besonders männlichen Personen mag ich es nicht den HG zu tragen. Du denn?
LG Clenti

Offline Pascal1619

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #40 on: 10. April 2016, 14:52:59 PM »
Habe auch einen combi hg aber als fake. Würde ihn gerne draussen tragen trau mich aber nicht

Offline Chris-Fan

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Re: Akzeptanz des Headgears in der Öffentlichkeit
« Reply #41 on: 20. January 2018, 18:39:45 PM »
Ich glaube, dass dies heute immer noch ein Problem ist, dass HG nicht so akzeptiert wird - allerdings wird meines Wissens HG seltener verwendet, weil es Alternativen gibt